Steinbruch Imhausen: Zweifel an Messergebnissen
Rund um die beantragte Erweiterung des Steinbruchs in Imhausen ist es in den vergangenen Wochen scheinbar ruhiger geworden. Doch dieser Eindruck täuscht: Hinter den Kulissen wird weiterhin intensiv gearbeitet - und gekämpft. Das CDU-Ratsmitglied für Imhausen, Jan Lück, setzt sich gemeinsam mit Unterstützerinnen und Unterstützern dafür ein, die geplante Erweiterung zu verhindern.
Seit Jahren berichten betroffene Hausbesitzer über Schäden an ihren Gebäuden. Immer wieder mussten sie sich dabei anhören, dass die Sprengungen "innerhalb der Grenzwerte" lägen und daher nicht Ursache für Risse und andere Schäden sein könnten.
Nun ist jedoch ein Punkt bekannt geworden, der die bisherigen Aussagen in einem neuen Licht erscheinen lässt: Die Messungen in Imhausen werden regelmäßig von einer Firma durchgeführt, die zugleich der Betreiberin des Steinbruchs den Sprengstoff liefert.
Damit steht die Messfirma in einer direkten wirtschaftlichen Geschäftsbeziehung zur Betreiberin und hat ein nachvollziehbares Interesse daran, dass die Sprengungen ohne Beanstandungen fortgeführt werden können. Denn negative Messergebnisse könnten die eigenen Aufträge gefährden. Unabhängigkeit und Objektivität der Messungen müssen vor diesem Hintergrund zumindest kritisch hinterfragt werden!
Doch damit nicht genug: Nach aktuellem Kenntnisstand sind die vom Sprengstofflieferanten durchgeführten Messungen offenbar auch Grundlage des dem Erweiterungsantrag beigefügten "sprengstofftechnischen Gutachtens".
Für Jan Lück ist klar, ein Gutachten, das sich auf Messungen stützt, deren Unabhängigkeit zweifelhaft ist, darf nicht Grundlage eines Genehmigungsverfahrens sein. Lück betont: "Wir haben bereits bei der Bürgerbeteiligung im Mai 2025 gefordert, dass unabhängige, staatliche Stellen die Messungen vornehmen und auswerten sollen."
Es wurde inzwischen bei der zuständigen Genehmigungsbehörde Akteneinsicht beantragt, um die Grundlagen der Messungen und die verwendeten Daten detailliert prüfen zu können.
Auch die neue Fraktion aus CDU und FDP positioniert sich deutlich: Keine Erweiterung des Steinbruchs. Der Ratsbeschluss steht und ist nicht verhandelbar, im Interesse der betroffenen Bürgerinnen und Bürger.
#unserWindeck