CDU Windeck

Kinderbetreuung braucht Verlässlichkeit!

CDU/FDP-Windeck setzt bei OGS auf Stabilität, Zusammenhalt und einen belastbaren Plan

In der Sitzung des zuständigen Ausschusses „Gesellschaft und Generationen“ suchten viele Eltern und Mitarbeitende am 4. Februar Klarheit zur Zukunft der Offenen Ganztagsschule in Windeck. Die Antworten des aktuellen Trägers IB West gGmbH blieben jedoch vielfach unkonkret und teils widersprüchlich. Der IB West befindet sich seit Ende 2025 im Schutzschirmverfahren; seit dem 1. Februar 2026 läuft ein Insolvenzverfahren. Ende Januar wurde bekannt, dass am Standort Obernau aufgrund von Personalausfällen ab Februar nur noch eine Notbetreuung angeboten wird. Spätestens zum 31.07. endet die Zusammenarbeit. Nach Darstellung der CDU/FDP-Fraktion wurde die Gemeindeverwaltung als Vertragspartnerin über wesentliche Entwicklungen wiederholt verspätet oder gar nicht informiert.

 

In der Sitzung entstand der Eindruck, dass beim Träger derzeit kein belastbares Konzept vorliegt, wie die Betreuung bis zum Sommer verlässlich abgesichert werden soll. Zwar wurde erklärt, man wolle sich bemühen, die vertraglichen Pflichten bis zum 31.07. zu erfüllen, eine klare Zusage blieb jedoch aus. Gleichzeitig wurden mögliche Ersatzträger in den Raum gestellt, ohne dass dies zuvor mit der Gemeindeverwaltung abgestimmt wurde. Aus Sicht der CDU/FDP-Fraktion ist das geringe Restvertrauen in eine verantwortliche Zusammenarbeit damit weiter erschüttert.

 

Für die CDU/FDP-Fraktion steht fest: Gemeinde und Politik müssen jetzt Stabilität herstellen – für Kinder, Eltern und Beschäftigte. Die Betreuung muss nicht nur bis zum 31.07., sondern auch darüber hinaus gesichert werden. Gerade mit Blick auf den schrittweisen Start des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/27, für dessen Erfüllung der Rhein-Sieg-Kreis als öffentlicher Jugendhilfeträger verantwortlich ist, darf Windeck nicht von einer Übergangslösung in die nächste geraten.

 

„Zugleich ist wichtig: Wir lassen uns in Windeck nicht gegeneinander ausspielen“, so die Fraktionsvorsitzende der CDU/FDP-Fraktion, Evelyn Höller. Es ginge um eine verlässliche Betreuung und um faire Lösungen, die rechtssicher und wirtschaftlich verantwortbar sind. In der aktuellen Lage entsteht zusätzlicher Zeitdruck, weil im Rahmen des laufenden Verfahrens Entscheidungen schneller getroffen werden könnten als üblich. Gerade deshalb muss die Gemeinde sorgfältig prüfen, welche Schritte sinnvoll und rechtlich belastbar sind, damit aus kurzfristigem Druck keine langfristigen Nachteile entstehen. Windeck ist eine Kommune mit langjähriger Erfahrung im Bereich der OGS.

 

„Unser Ziel ist, schnell Stabilität zu schaffen – und zwar so, dass Eltern Planungssicherheit bekommen und die Teams möglichst gehalten werden. Dafür brauchen wir jetzt eine belastbare Backup-Lösung. Die Gemeinde soll nicht vorschnell auf eine einzige Option festgelegt werden, sondern alle Wege prüfen, die Betreuung rechtssicher und verlässlich abzusichern. Hierzu sagen wir als Fraktion unsere volle Unterstützung zu“, so Höller weiter.

 

Die CDU/FDP-Fraktion schlägt vor:

 

1. Prüfung aller tragfähigen Organisationsmodelle (kommunal, in Kooperation, über geeignete Träger oder Mischmodelle), inklusive rechtlicher und finanzieller Bewertung.

2. Aufbau einer Backup-Struktur, damit bei kurzfristigen Ausfällen sofort gehandelt werden kann (Trägerpool, Übergangslösungen, klare Zuständigkeiten).

3. Entwicklung eines Übergangs- und Notfallplans bis nach den Sommerferien, inklusive Vertretungs- und Mindestbetriebskonzept je Standort.

4. Personal und Qualität sichern, damit Kontinuität für die Kinder gewährleistet bleibt und möglichst viele Mitarbeitende gehalten werden können.

5. Kommunikation durch regelmäßige Statusberichte.

 

Ziel ist, dass sich für Kinder und Eltern im Alltag möglichst wenig ändert und Windeck schnell wieder zu einer verlässlichen, planbaren OGS-Struktur zurückfindet.

 

#unserWindeck